Kurzantwort: Kraut- und Braunfäule (Phytophthora infestans) lässt Blätter braun werden, verwelken und faulen, während auch die Früchte verfaulen – meist ab dem Frühsommer bei warmem, feuchtem Wetter1. Entfernen Sie befallenes Laub sofort und vernichten Sie es, sorgen Sie für gute Luftzirkulation, halten Sie die Blätter trocken und setzen Sie nach Möglichkeit auf krautfäuleresistente Sorten, um Ihre Ernte zu schützen1.
Was Kraut- und Braunfäule bei Tomaten wirklich ist
Die Kraut- und Braunfäule, auch als Tomatenfäule oder Phytophthora bezeichnet, wird durch den pilzähnlichen Organismus Phytophthora infestans verursacht14. Sie zählt zu den am weitesten verbreiteten und schädlichsten Krankheiten im Tomatenanbau4.
Derselbe Erreger befällt auch Kartoffeln, weshalb sich die Krautfäule zwischen beiden Kulturen ausbreiten kann, wenn sie in unmittelbarer Nähe zueinander angebaut werden1. Es handelt sich nicht um einen echten Pilz, sondern um einen Eipilz (Oomycet) mit eigener biologischer Besonderheit1.
Wann die Krautfäule zuschlägt
Die Krankheit tritt bevorzugt bei warmem, feuchtem Wetter auf und zeigt sich typischerweise ab dem Frühsommer1. In manchen Jahren kann sie bei anfälligen, im Freiland kultivierten Sorten zu nahezu vollständigem Ernteausfall führen1.
Tomaten unter Dach oder im Gewächshaus sind seltener betroffen, können aber gelegentlich ebenfalls stark leiden1. Folgt in Ihrer Anbausaison eine Phase mit feuchtem, regnerischem Wetter, sollten Sie das als Signal nehmen, Ihre Pflanzen genau zu kontrollieren1.
Symptome erkennen: So sieht Krautfäule aus
Die deutlichsten Anzeichen sind braune, faulende, welke Blätter sowie faulende Früchte1. Behalten Sie Laub und Früchte gleichermaßen im Blick, denn die Krautfäule bleibt selten auf einen Pflanzenteil beschränkt1.
Die Blütenendfäule dagegen lässt Tomaten am unteren Ende, gegenüber dem Stielansatz, schwarz werden und faulen – die Ursache ist eine völlig andere3.
Blütenendfäule ist eine physiologische Störung, die durch Kalziummangel in der heranwachsenden Frucht entsteht, oft ausgelöst durch zu wenig Kalzium im Boden oder durch stark schwankende Bodenfeuchte zwischen zu trocken und zu nass3. Die beiden Probleme auseinanderzuhalten ist wichtig, denn die Gegenmaßnahmen unterscheiden sich grundlegend3.
Warum feuchte, ungleichmäßige Bedingungen die Krautfäule begünstigen
Krautfäule gedeiht besonders bei warmem, feuchtem Wetter, weshalb länger anhaltende Regenperioden die riskanteste Phase der Saison sind1. Spritzwasser auf dem Laub und dauerhaft feuchte Blätter bieten dem Erreger genau die Bedingungen, die er braucht1.
Eine gleichmäßige Wasserversorgung über ein Erdbewässerungs-Reservoir, wie es bei GardenStack-Pflanzgefäßen zum Einsatz kommt, hält die Feuchtigkeit an der Wurzel statt am Laub und hilft so, die feuchten Blattbedingungen zu vermeiden, die Krautfäule begünstigen.
Schwankende Bodenfeuchte wird auch als Auslöser für Blütenendfäule genannt – eine verwandte, aber eigenständige Erkenntnis: Gleichmäßigkeit im Wurzelbereich zahlt sich bei mehr als nur einem Tomatenproblem aus3.
Bekämpfung und Vorbeugung
Da Freilandtomaten den warmen, feuchten Bedingungen, die Krautfäule begünstigen, am stärksten ausgesetzt sind, senkt der Anbau unter Dach das Risiko, auch wenn er es nicht vollständig ausschließt1.
Wer wiederholt mit Krautfäule zu kämpfen hatte, sollte auf robustere, resistente Sorten setzen, denn laut RHS sind manche Sorten deutlich anfälliger als andere1.
Auch eine gute allgemeine Tomatenpflege zahlt sich aus: Dieselben Schwankungen zwischen zu trockenem und zu nassem Boden, die Blütenendfäule begünstigen, machen gleichmäßiges Gießen zu einer Gewohnheit, die sich unabhängig vom konkreten Problem lohnt3.
Häufige Fehler vermeiden
- Blütenendfäule (Schwarzfärbung der Frucht gegenüber dem Stielansatz, verursacht durch Kalziummangel und Feuchtigkeitsschwankungen) mit Krautfäule (Blatt- und Fruchtfäule durch Phytophthora infestans) zu verwechseln13.
- Tomaten und Kartoffeln zu dicht nebeneinander anzubauen, ohne zu bedenken, dass derselbe Erreger beide Kulturen befällt1.
- Anzunehmen, Gewächshaustomaten seien immun. Sie sind weniger gefährdet, können aber dennoch stark befallen werden1.
- Frühe Symptome zu ignorieren. Krautfäule tritt bereits ab dem Frühsommer auf, nicht erst spät in der Saison1.
Ein Sicherheitshinweis
Häufig gestellte Fragen
Ist Krautfäule dasselbe wie Blütenendfäule?
Nein. Krautfäule ist eine durch einen pilzähnlichen Organismus verursachte Krankheit, die Blätter und Früchte faulen lässt, während Blütenendfäule eine kalziumbedingte Störung ist, die das untere Ende der Frucht schwarz werden lässt. Beide sehen unterschiedlich aus und erfordern unterschiedliche Maßnahmen.
Kann sich Krautfäule bei Tomaten auf andere Pflanzen ausbreiten?
Der Erreger der Krautfäule befällt auch Kartoffeln, weshalb es sinnvoll ist, diese beiden Kulturen räumlich zu trennen, wenn Sie beide im selben Garten anbauen.
Schützt der Anbau im Gewächshaus vor Krautfäule?
Er senkt das Risiko, da Krautfäule warme, feuchte Bedingungen im Freien bevorzugt, aber auch Gewächshaustomaten können stark befallen werden – regelmäßige Kontrollen bleiben also wichtig.