Die Grundlagen des Gießens
Zu wissen, wann man Gemüse gießen soll, gehört zu den wichtigsten Fähigkeiten im Garten. Die meisten Gemüsebeete benötigen etwa 2,5 cm Wasser pro Woche, aufgeteilt auf rund drei tiefe Gießgänge pro Woche – angepasst an Regen und Hitze. [1] Wer dieses Gleichgewicht trifft, erntet deutlich mehr als jemand, der planlos gießt oder zu wenig Wasser gibt.
Einfluss der Bodenart auf die Gießhäufigkeit
Die Beschaffenheit des Bodens bestimmt maßgeblich, wie oft man Gemüse gießen muss. Auf sandigem, gut durchlässigem Boden ist zweimal pro Woche gießen oft nötig. [2] Bei schwerem Lehmboden oder humusreichem Gartenboden kann einmal pro Woche ausreichen. [2] Eine einfache Daumenregel: Ist der Boden fünf Zentimeter tief noch trocken, wird es Zeit zu gießen. [2]
Das Einarbeiten von organischem Material wie Kompost verbessert die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens erheblich. [1] Schon geringe Mengen – etwa ein halber Zentimeter Kompost pro Saison – machen einen spürbaren Unterschied darin, wie lange der Boden feucht bleibt. [1]
Mulch spart Wasser und Arbeit
Wer den Boden mulcht, hält Feuchtigkeit länger und muss seltener gießen. [2] Das ist eine einfache, praxiserprobte Maßnahme, die über die gesamte Gartensaison sowohl Aufwand als auch Wasserverbrauch senkt.
Bei Hitze steigt der Wasserbedarf
An heißen Tagen braucht Gemüse deutlich mehr Wasser als sonst. [3] Als Faustregel gilt: Steigt die Durchschnittstemperatur je 5 Grad über 15 Grad Celsius, benötigen die Pflanzen bis zu 1,5 cm Wasser mehr pro Woche. [3] In besonders trockenen oder heißen Sommern kann der wöchentliche Bedarf gegenüber gemäßigtem Wetter sogar doppelt so hoch sein. [3]
Was passiert bei zu wenig Wasser
Wassermangel kann Pflanzen schon nach wenigen Tagen stark schädigen. [2] Da Pflanzen Nährstoffe nur gelöst im Wasser über die Wurzeln aufnehmen, führt Trockenstress gleichzeitig zu Nährstoffmangel. [2] Gestresste Gemüsepflanzen bilden oft kleine oder missgeformte Früchte, bringen gar keine Ernte oder entwickeln zähe, holzige Triebe und Blätter. [2]
Worauf man achten sollte
Wenn die Temperaturen im Verlauf der Gartensaison steigen, lohnt es sich, die Bodenfeuchte regelmäßig in der Tiefe zu prüfen – nicht nur an der Oberfläche. Wer Kompost einarbeitet, mulcht und die Gießhäufigkeit an Bodenart und Wetter anpasst, gibt seinem Gemüsegarten die besten Voraussetzungen für eine reiche Ernte.
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