Kurz gesagt: Geben Sie Apfelbäumen volle Sonne,1 pflanzen Sie mindestens zwei Sorten, die gleichzeitig blühen,5 und wählen Sie einen kleineren Baum, das erleichtert die Pflege.2 Mulchen Sie den Boden am Stammfuß, damit er die Feuchtigkeit besser hält.3
Warum Apfelbäume im eigenen Garten anbauen
Apfelbäume (Malus domestica) sind mehrjährige Pflanzen und bleiben daher Jahr für Jahr in Ihrem Garten.1 Für den Anbau brauchen Sie keine riesige Fläche.1
Bitten Sie jemanden, sich einen Baum vorzustellen, denken viele zuerst an einen Apfelbaum.4 Apfelbäume schenken Ihnen Blüten im Frühling und Schatten im Sommer.4 Außerdem duften sie, zeigen im Herbst eine schöne Laubfärbung und locken Bestäuber und Singvögel an.1
Bestäuber sind die Insekten, die Pollen von Blüte zu Blüte tragen. Schützen Sie sie, wenn Sie Behandlungen im Garten planen.
Apfelbaum pflanzen: So gelingt der Start
Mit diesen fünf Schritten kommt Ihr Apfelbaum gesund in Gang.
- Baumgröße wählen. Zwerg- und Halbzwergbäume lassen sich im Hausgarten leichter handhaben.5 Ihre Früchte können oft vom Boden oder von einer niedrigen Leiter aus gepflückt werden.5 Auch Schnitt, Ausdünnen, Ernte und Schädlingskontrolle sind bei einem Baum mit begrenzter Größe einfacher.2
- Einen sonnigen Platz mit genug Raum finden. Apfelbäume brauchen volle Sonne und einen Boden mit neutralem pH-Wert, der weder sauer noch basisch ist.1 Ein ausgewachsener Baum kann 10–20 Fuß hoch und 6–10 Fuß breit werden, messen Sie den Platz also vorher aus.1
- Mindestens zwei Sorten pflanzen.5 Verschiedene Sorten, auch Kultivare genannt, sollten für den besten Fruchtertrag und die beste Qualität zusammen gepflanzt werden und dienen einander als Befruchtersorten.5 Sie müssen gleichzeitig blühen, damit die Bestäubung gelingt, also die Übertragung von Pollen, durch die Früchte ansetzen.5 Ist der Platz knapp, bieten manche Baumschulen Bäume an, auf die zwei oder mehr passende Sorten aufgepfropft, also mit dem Baum verbunden, wurden.5
- Am Stammfuß mulchen. Verteilen Sie Mulch, etwa gut verrotteten Stallmist, auf dem Boden rund um den Fuß des Baums.3 Das hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt Unkraut.3
- Den Baum bei Bedarf stützen. Ein kleineres Wurzelsystem bedeutet, dass ein Baum leichter umkippen kann und womöglich einen Stützpfahl braucht.2
Hinweis: Eine Sämlingsunterlage, also der Wurzelteil des Baums, wird aus einem Apfelkern gezogen, oft von McIntosh, einer verbreiteten, robusten Sorte, oder einer ähnlichen.2
Apfelbaum pflegen: Das ganze Jahr im Überblick
Gießen und Düngen
Apfelbäume haben einen mäßigen Wasserbedarf.1 Mulch hilft dabei, weil er die Feuchtigkeit im Boden rund um die Wurzeln hält.3
Bei regelmäßig gemulchtem Boden ist in der Regel keine zusätzliche Düngung nötig.3 Fallen die Ernten schlecht aus oder zeigt der Baum Nährstoffmangel, also einen Mangel an Pflanzennahrung, streuen Sie im zeitigen Frühjahr einen Granulatdünger auf den Boden.3
Dünger brauchen Sie nur, wenn die Ernten schlecht sind oder der Baum Anzeichen von Nährstoffmangel zeigt.3 Lagern Sie ihn so, dass Kinder und Haustiere nicht herankommen, und verhindern Sie, dass er in Bäche oder Abflüsse gespült wird.
Schnitt und Ausdünnen
Früchte können Äste herunterdrücken, wenn Baumaufbau und Fruchtbehang nicht richtig gesteuert werden.2 Beim Schnitt bringen Sie die Äste in Form, beim Ausdünnen entfernen Sie einen Teil der jungen Früchte.
Gehen Sie in der Wachstumsperiode jeden Monat um Ihren Baum herum. Achten Sie auf dicht stehende Äste und schwere Fruchtbüschel.
Schädlinge
Die Schädlingskontrolle ist bei einem Baum mit begrenzter Größe einfacher.2 Kontrollieren Sie Blätter und Früchte häufig, damit Sie Probleme früh erkennen.
Wenn Sie sich für ein Mittel gegen Schädlinge entscheiden, beachten Sie die Packungsangaben und die örtlichen Vorschriften. Halten Sie es von Blüten fern, an denen Bestäuber Nahrung suchen, sowie von Kindern, Haustieren und Gewässern.
Apfelbaum im Kübel ziehen
Für Pflanzen im Topf nimmt man Anzuchterde oder Pflanzerde, und im Handel gibt es eine große Auswahl an torffreien Erden.3 Torffreie Mischungen bestehen aus Zutaten wie kompostierter Rinde und Sand.3
Äpfel ernten
Kleinere Bäume machen die Ernte einfacher.2 Bei Zwerg- und Halbzwergbäumen ist auch die Fruchtmenge für Hobbygärtner besser zu bewältigen.5
Kleinere Bäume tragen schnell Früchte, Sie warten also weniger lange auf Ihre ersten Äpfel.2 Die Herbstfärbung des Baums ist ein hübscher Bonus.1
Kurz-Checkliste
- Volle Sonne und ein Boden mit neutralem pH-Wert.1
- Zwei passende Sorten, die gleichzeitig blühen.5
- Ein kleinerer Baum, bei Bedarf mit Stützpfahl.2
- Mulch am Stammfuß und Dünger im zeitigen Frühjahr nur bei Bedarf.3
Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Ihre beiden gewählten Sorten gleichzeitig blühen.5