A close up of a bunch of green peas

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Grüne Bohnen anbauen: Busch- und Stangenbohnen pflanzen & pflegen

Photo by Catia Climovich on Unsplash

Kurz & knapp: Grüne Bohnen, auch Gartenbohnen oder Fisolen genannt, sind wärmeliebende einjährige Pflanzen, die als Busch- oder Stangenbohnen wachsen1,3. Gesät wird erst nach den letzten Frösten, etwa 2 bis 4 cm tief3. Buschbohnen bleiben niedrig und kompakt und sind nach sieben bis acht Wochen erntereif, während Stangenbohnen ranken und eine Rankhilfe brauchen5,3.

Was sind grüne Bohnen?

Grüne Bohnen (Phaseolus vulgaris) sind wärmeliebende einjährige Gemüsepflanzen, die wegen ihrer essbaren Hülsen angebaut werden1. Sie werden oft auch Gartenbohnen oder Fisolen genannt, und ältere Sorten hatten tatsächlich Fäden in der Hülse, daher kommt dieser Name1,3.

Moderne Sorten sind fadenlos, zart und knackig und brechen leicht durch, was den Namen Brechbohnen erklärt3. Die meisten Hülsen sind grün, es gibt aber auch violette oder andersfarbige Sorten1.

Grüne Bohnen brauchen einen sonnigen Standort und gleichmäßige Wassergaben und bevorzugen einen neutralen Boden-pH-Wert1. Im Sommer bilden sie weiße oder gelbe Blüten und locken damit Bestäuber in den Garten1.

Buschbohnen oder Stangenbohnen: Was ist der Unterschied?

Grüne Bohnen lassen sich in zwei Wuchsformen einteilen: Busch- und Stangenbohnen3. Buschbohnen wachsen niedrig und erreichen meist eine Höhe von 30 bis 60 cm3.

Die meisten Buschbohnensorten werden zwischen 30 und 60 cm hoch und eignen sich damit gut für kleine Beete oder Kübel5. Anders als Stangenbohnen brauchen sie kein Rankgitter.

Stangenbohnen dagegen sind Kletterpflanzen und benötigen einen Zaun, ein Rankgitter oder Stäbe als Stütze3. Je nach Sorte können grüne Bohnen insgesamt 90 bis 180 cm hoch werden, bei einer Breite von 30 bis 90 cm1.

Aussaat: Wann und wie pflanzt man Bohnen?

Grüne Bohnen sind wärmebedürftiges Gemüse, deshalb erst pflanzen, wenn keine Frostgefahr mehr besteht3. Am einfachsten ist die Direktsaat im Freiland, allerdings sollte man abwarten, bis sich der Boden im späten Frühjahr oder Frühsommer erwärmt hat2.

Bohnensamen etwa 2 bis 4 cm tief in die Erde legen3. Da grüne Bohnen relativ schnell reifen, lassen sie sich in mehreren Sätzen über einige Wochen verteilt aussäen, statt alles auf einmal zu pflanzen – so verlängert sich die Erntezeit3.

Wer früher ernten möchte, besonders bei kletternden Stangenbohnen, kann die Samen drinnen vorziehen und die Pflanzen später ins Freie setzen, sobald es warm genug ist2. Bohnen eignen sich auch für den Anbau im Topf: Ein großer Kübel mit gutem Wasserabzug funktioniert bei Buschbohnen auch auf kleinem Raum gut1.

Rankhilfe für Stangenbohnen aufstellen

Da Stangenbohnen ranken und klettern, brauchen sie von Anfang an einen Zaun, ein Rankgitter oder stabile Stäbe3. Die Rankhilfe sollte schon beim Pflanzen stehen, damit sich die Triebe direkt daran hochziehen können.

Buschbohnen brauchen diesen Schritt gar nicht, da ihr kompakter, niedriger Wuchs kein Anbinden erfordert3. Bei wenig Platz sind Buschbohnen im Kübel oder kleinen Beet die einfachere Wahl, während Stangenbohnen bei genügend Platz für ein Rankgitter eine größere Ernte in die Höhe liefern1,3.

Pflege während der Wachstumsphase

Grüne Bohnen müssen während der gesamten Wachstumszeit nicht zurückgeschnitten werden6. Für einen guten Hülsenansatz brauchen sie durchgehend gleichmäßige Feuchtigkeit und viel Sonne1.

Vor dem Pflanzen einen sonnigen Standort mit durchlässigem, neutralem Boden wählen, denn diese Bedingungen fördern kräftiges Wachstum über die ganze Saison1. Da grüne Bohnen mit ihren Sommerblüten Bestäuber anlocken, sollte man nichts auf oder in der Nähe offener Blüten spritzen; zudem immer das gesamte Etikett eines Pflanzenschutzmittels lesen und es von Kindern und Haustieren fernhalten, bevor man es im Garten einsetzt1.

Ernte: Wann und wie erntet man grüne Bohnen?

Grüne Bohnen häufig ernten, solange die Hülsen noch jung und fest sind und die Samen darin noch klein3. Regelmäßiges Pflücken ist wichtig: Wer oft erntet, regt die Pflanze an, weiter neue Bohnen zu bilden6.

Die Hülsen pflücken, sobald sie sich fest anfühlen, aber bevor sich die Samen sichtbar durch die Hülsenwand wölben6. Bei Buschbohnen ist das Erntefenster recht kurz: Nach einer Aussaat im späten Frühjahr beginnt die Ernte meist nach sieben bis acht Wochen und hält etwa drei Wochen an5.

Sobald sich Hülsen bilden, die Pflanzen alle ein bis zwei Tage kontrollieren, denn zu lange an der Pflanze verbliebene Bohnen werden zäh und verringern den Gesamtertrag6,3.

Anbau im Kübel

Grüne Bohnen eignen sich gut für den Kübelanbau, weshalb Buschsorten besonders gut zu Terrasse, Balkon oder kleinen Hochbeeten passen1. Die kompakte Höhe von 30 bis 60 cm bei Buschbohnen passt problemlos in einen ausreichend großen Topf mit gutem Wasserabzug5,1.

Egal für welche Wuchsform man sich entscheidet: Kübel brauchen viel Sonne, und die Bodenfeuchtigkeit sollte regelmäßig kontrolliert werden, da Töpfe schneller austrocknen als Beete1.

Kurz zusammengefasst

Wer eine schnelle, pflegeleichte Ernte auf kleinem Raum will, greift zu Buschbohnen; wer eine höhere, länger kletternde Ernte am Rankgitter möchte, wählt Stangenbohnen3,1. In jedem Fall gilt: erst nach der letzten Frostgefahr säen, die Samen etwa 2 bis 4 cm tief legen und regelmäßig ernten, damit die Pflanze weiter Hülsen bildet3,6.

Quellen / Referenzen

  1. How to Grow Green Beans: Plant, Care & Harvest Guide for Bush & Pole Beans (almanac.com)
  2. How to grow French beans | RHS Guide (rhs.org.uk)
  3. Growing Green Beans | Yard and Garden - Iowa State University (yardandgarden.extension.iastate.edu)
  4. Growing Green Beans: In Garden Beds and Containers (savvygardening.com)
  5. How to Plant and Grow Green Beans (bhg.com)