Wer seine Stauden alle paar Jahre teilt, bekommt gesündere Pflanzen, kräftigere Blüten und kostenlose Jungpflanzen für den Rest des Gartens.3,5 Schnellwüchsige Stauden profitieren davon, alle 3 bis 5 Jahre geteilt zu werden, um Wuchskraft und Blühfreude zu erhalten.4
Warum Stauden teilen?
Das Teilen eines Horsts verjüngt die Mutterpflanze und steigert ihre Vitalität, während man gleichzeitig kostenlos zusätzliche Pflanzen erhält.3 Außerdem hält das Teilen stark wuchernde Stauden im Zaum, bevor sie Nachbarpflanzen verdrängen.5 Alte, verfilzte Horste bekommen so einen Neustart und blühen wieder üppig.5
Wann teilt man Stauden am besten?
Sommerblühende Stauden teilt man im Frühjahr oder im Herbst, wobei man sich danach richtet, wann der Boden trocken genug ist, um gut arbeiten zu können.1 Ist der Herbst zu nass, wartet man besser bis zum Frühjahr.1
Für etwas empfindlichere Stauden ist das Frühjahr die sicherere Wahl, da sie so eine ganze Wachstumsperiode haben, um sich vor dem Winter wieder zu etablieren.1 Viele frühjahrsblühende Stauden haben zudem ihr eigenes optimales Zeitfenster zum Teilen, das man vorher am besten für die jeweilige Pflanze prüft.1
Als Faustregel gilt: Der richtige Zeitpunkt im Jahr entscheidet maßgeblich darüber, ob viele gängige Stauden im Garten besser gedeihen und länger durchhalten.2
Günstig gärtnern: Stauden teilen statt neu kaufen
Man braucht dafür kaum Werkzeug. Ein scharfes Messer oder ein Spaten reicht aus, um die meisten Horste zu teilen.3
Statt für ein Beet neue Stauden zu kaufen, teilt man einfach die vorhandenen. Jede Teilung ist eine kostenlose Pflanze, egal ob man sie im eigenen Garten wieder einpflanzt oder mit den Nachbarn teilt.4
Stauden teilen: So geht's Schritt für Schritt
Den ganzen Horst ausgraben und die Wurzeln entweder von Hand auseinanderziehen oder mit einem scharfen Messer oder Spaten durchtrennen.3 Das sieht für die Pflanze zunächst brutal aus, doch genau dieser radikal wirkende Schritt löst neue Wuchskraft aus.3
Nach dem Umgang mit Erde und Pflanzenmaterial die Hände waschen.
Typische Fehler beim Stauden teilen
Das Teilen in einem nassen Herbst ist ein klassischer Fehler. Schwerer, nasser Boden lässt sich schlecht bearbeiten und kann die Wurzeln schädigen, deshalb bei schlechten Bedingungen lieber bis zum Frühjahr warten.1
Empfindliche Sorten kommen mit einer Frühjahrsteilung besser zurecht, während viele Frühjahrsblüher ihren eigenen Zeitplan brauchen.1 Auch das komplette Weglassen der Teilung bei schnell wuchernden Stauden ist ein Fehler, denn Überfüllung ist einer der drei Hauptgründe, warum Teilen überhaupt wichtig ist.5
Saison und Klima: Regionale Hinweise
Im typischen europäischen Gartenjahr liegen die üblichen Zeitfenster zum Teilen im Frühjahr, von März bis Mai, oder im Herbst, von September bis November.1 Am besten orientiert man sich jedes Jahr an den tatsächlichen Bodenbedingungen vor Ort statt sich starr an den Kalender zu halten, denn ein nasser Herbst erfordert eine verschobene, reine Frühjahrsteilung.1
Sicherheitshinweise
Scharfe Messer und Spaten, die zum Teilen der Horste verwendet werden, sollten bei Nichtgebrauch außerhalb der Reichweite von Kindern aufbewahrt werden. Kleine Helfer in der Nähe von Schneidwerkzeugen im Garten sollten stets beaufsichtigt werden.
Wer Bodenverbesserer, Dünger oder Pflanzenschutzmittel bei frisch geteilten Pflanzen einsetzt, sollte vorher immer das Etikett vollständig lesen und das Produkt von Kindern und Haustieren fernhalten.
Checkliste zum Stauden teilen
- Sommerblühende Stauden im Frühjahr (März-Mai) oder Herbst (September-November) teilen, je nachdem, wann der Boden trocken und gut bearbeitbar ist.1
- Ist der Herbstboden zu nass, das Teilen bis zum Frühjahr verschieben.1
- Bei empfindlichen Stauden das Frühjahr wählen, damit sie sich vor dem Winter etablieren können.1
- Bei frühjahrsblühenden Stauden den Zeitpunkt separat prüfen, da sie oft ihr eigenes Zeitfenster brauchen.1
- Schnellwüchsige Stauden etwa alle 3 bis 5 Jahre teilen, um Wuchskraft und Blühfreude zu erhalten.4
- Den Horst ausgraben und dann von Hand auseinanderziehen oder mit einem scharfen Messer oder Spaten durchtrennen.3
- Der Vorgang wirkt zunächst grob - das ist normal und hilft der Pflanze, sich zu verjüngen.3
- Teilen nutzen, um wuchernde Stauden im Zaum zu halten und alte, müde Horste zu verjüngen.5
- Scharfe Werkzeuge während des gesamten Vorgangs von Kindern und Haustieren fernhalten.5
- Teilstücke sofort wieder einpflanzen oder als kostenlose Jungpflanzen weitergeben.3,4